Historie der Schmitt Recycling und Entsorgung GmbH & Co. KG

1985

Gründung in Schmalnau / Ebersburg

1986

Umzug nach Rodges, Kauf erster Maschinen, ca. 10 Aushilfen

1993

Erste Anstellung einer Bürokraft

1994

Kauf eines Grundstücks im Industriegebiet West

1995

Neubau und Umzug in die neue Produktionshalle

1997

Zertifizierung nach EfbV

2001

Fertigstellung der Büroräume

2003

Kauf des ersten Absetzkipperfahrzeug mit Containern

2006

Fuhrparkerweiterung auf sieben Lkw

2007

Erstmalige Nutzung eines Baggers zur Müllsortierung

2008

Umfirmierung auf Schmitt Recycling und Entsorgung GmbH & o. KG

2009

Erweiterung des Betriebsgeländes um 6000m²

2010

25 jähriges Bestehen

2015

30. Betriebsjubiläum mit Einweihung der neuen Presse und Daten- und Akten-Schredderanlage

In den achzigerJahren bekam der Gedanke der Wiederverwertung größere Bedeutung. Diese Entwicklung beobachte Wolfgang Schmitt mit wachsender Aufmerksamkeit. Im Jahre 1985 beschlossen er und seine Frau Maria Schmitt, sich dem Thema anzunehmen und gründeten in Thalau die Firma Abholdienst Schmitt mit dem Ziel Wertstoffe zu sammeln, zu sortieren und der Wiederverwertung zu zuführen.

Neben dem Hauptberuf wurden mit dem PKW und einem Anhänger Altpapier, Schrott von Freunden, Nachbarn und Bekannten gesammelt und in der Garage zwischengelagert. Desweiteren bot die Familie Entrümpelungen an. Schon nach kurzer Zeit wurden die Räumlichkeiten zu klein und es wurde eine kleine Halle in Schmalnau angemietet. Zu diesem Zeitpunkt verlangten die Abnehmer, das Papier nicht mehr lose, sondern in gepressten Ballen anzuliefern. So wurden eine gebrauchte Ballenpresse, ein kleiner Planen-LKW sowie ein Gabelstapler angeschafft. Durch Weiterempfehlung haben sich auch kleine Gewerbekunden an den Abholdienst gewandt und das Unternehmen wuchs, so dass auch diese Halle zu klein wurde. 1986 zog die Familie in ein altes Bauernanwesen nach Rodges, um näher an den Kunden zu sein und Familien- und Geschäftsleben kombinieren zu können, da Maria Schmitt sowohl die Erziehung der drei Kinder, die erheblichen Umbaumaßnahmen als auch die komplette Verwaltung alleine bewältigen musste. Wolfgang Schmitt ging noch seiner Hauptanstellung als Fernfahrer nach. Der ehemalige Kuhstall wurde zur Produktionshalle. Erste Aushilfen wurden eingestellt und das Leistungsspektrum um Aktenvernichtung und Kunststoffsortierung erweitert. Da auch viele Kunden anlieferten und die Verwertung an erster Stelle stand, war der Name nicht mehr zeitgemäß und so wurde aus Abholdienst Schmitt die Firma Schmitt Recycling & Entsorgung.

Die Anfrage eines Großkunden rief die Anschaffung eines Containerfahrzeuges auf den Plan. Nun war der reibungslose Ablauf ohne Wolfgang Schmitt als Vollzeitkraft nicht mehr zu gewährleisten und er gab 1992 seine Festanstellung auf, um mit voller Kraft dem Unternehmen zur Verfügung zu stehen.

Von nun an war die Entwicklung nicht mehr aufzuhalten. Und das Gelände mitten im Ortskern zu klein. 1995 wurde im Industriepark West ein Grundstück erworben und sofort mit den Bauarbeiten begonnen. Trotz diverser Rückschläge konnte noch im selben Jahr die Produktionshalle mit einer Hochleistungsballenpresse bezogen werden.

Die Eheleute Schmitt spezialisierten sich auf die Veredelung und Sortierung von hochwertigen Altpapier-, Metall- und Kunststoffsorten. Dieses Knowhow setzten sie gekonnt ein, um neue Kunden, wie Druckereien und Verlage für sich zu gewinnen.

Um das Leistungsangebot zu erweitern wurden kontinuierlich weitere Wertstoffe, wie Altholz, Schrott und Verpackungsmaterialien ins Portfolio aufgenommen.

1998 erlangte die Firma Schmitt Recycling & Entsorgung als eines der ersten Unternehmen im Umkreis auf Grund ihrer Qualifikationen die Zertifizierung zum Entsorgungsfachbetrieb, die bis heute Bestand hat.

2000 zwang der fortschreitende Verwaltungsaufwand zur Errichtung eines Bürogebäudes. Dieses Jahr wurde allerdings auch zu einem der schwersten in der Geschichte der Firma. Rapide unvorhergesehene Preisverfälle zeichneten das Unternehmen schwer. Die Eheleute standen kurz vor der Geschäftsaufgabe. Der Glaube an die Richtigkeit des Tuns und die Unterstützung der Hausbank mobilisierten alle Kräfte der Familie und der Mitarbeiter weiter zu machen.

Nachdem sich die Lage etwas entspannt hatte, bekamen die Eheleute das Angebot, ein Absetzfahrzeug mit dazugehörigen Containern für Baustellen zu erwerben.

Kurze Überlegungen später stand fest, dass eine Erweiterung der Dienstleistung ein weiteres Standbein sein kann um nicht ausschließlich von den Wertstoffmärkten abhängig zu sein.

Der Zukauf neuer Fahrzeuge und neue gesetzliche Anforderungen machten es unmöglich, die Verwaltung mit nur einer Person zu bewältigen.

Es konnte 2003 der Schwiegersohn Andreas Gierth, der gerade seine Ausbildung zum Speditionskaufmann erfolgreich abgeschlossen hat, als Mitarbeiter gewonnen werden. Er übernahm die Disposition der mittlerweile vier Fahrzeuge, die Rechnungsstellung und die telefonische Kundenbetreuung.

Neue Herausforderungen an die Branche wurden 2005 durch die TA-Siedlung gestellt, welche das Deponieren von Abfällen untersagte. Somit waren Weiterbildungsmaßnahmen und Austausch mit Kollegen von Vorteil, da bereits neue Wege zur Wiederverwertung beschritten wurden.

Der kontinuierlichen Zuverlässigkeit, Flexibilität und Fachkompetenz ist es zu verdanken, dass sich immer mehr Kunden an Schmitt Recycling & Entsorgung gewandt haben, sodass noch im selben Jahr zwei weitere Containerfahrzeuge erworben wurden.

2006 trat die Tochter Nicole Schmitt, gelernte Bankkauffrau dem Unternehmen bei. Ihr Aufgabengebiet umfasst die Personalleitung, Buchhaltung und Projektmanagement.

Seit 2008 firmiert das Unternehmen unter Schmitt Recycling & Entsorgung GmbH & Co. KG.

Weitere gesetzliche Auflagen verlangten zusätzliche Beschäftigte in der Verwaltung, sodass die zweite Tochter, Nadine Gierth seit Oktober 2009 die Umsetzung des elektronischen Nachweisverfahrens, sowie die Rechnungserstellung übernahm. Im selben Jahr ermöglichten äußere Bedingungen den Kauf eines Nachbargrundstückes.

Mit Stolz blicken wir heute auf 27 Jahre Betriebsbestehen zurück, welches nicht immer so selbstverständlich zu erreichen war. Nur durch zuverlässige und motivierte Mitarbeiter, welche teils seit über 20 Jahren dem Betrieb angehören, und dem Zusammenhalt der Familie ist es möglich, sowohl harte als auch erfolgreiche Jahre zu bestehen und zu genießen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern für die erfolgreiche und hoffentlich noch lange andauernde und fruchtbare Zusammenarbeit.